Ahlhorn - 10.07.2010 bis 11.07.2010


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Bericht

Rekordstarterfelder in Eggenfelden und Dölln, das ließ auch für Ahlhorn einiges erwarten – und richtig: 90 Teilnehmer, auch das war noch einmal eine deutliche Steigerung zu 2009.

 

Im Vorfeld wurden AC Bramsche und MSC Oldenburg dann heftig gebeutelt. Am schwersten traf uns alle der Tod des Sportleiters des MSC, Wilfried Fasting und das Gedenken an ihn war am Wochenende allgegenwärtig. 

 

Mit großem Engagement unterstützten die Hinterbliebenen Dörte und Tim den Sportleiter des AC Bramsche Andreas von der Haar, um die große Lücke für die Veranstaltung in Ahlhorn und die DRSM im Sinne von Wilfried so gut wie möglich zu schließen. Und als sei das noch nicht genug gewesen, gab es mit dem zugewiesenen Flughafenteilstück noch viele weitere Probleme, wie Verschmutzung, Fahrbahnschäden und mitten in der Strecke liegende Insolvenzmassen.  Mit aufopferungsvollem Einsatz konnten auch diese Hindernisse überwunden werden und den Fahrern wurde eine anspruchsvolle Strecke geboten. Auch wenn die Modifikationen durch die Widrigkeiten des Geländes dafür sorgten, dass Ahlhorn in Bezug auf Länge und Geschwindigkeit nicht an Eggenfelden und Dölln anknüpfen konnte, es war ein selektiver Kurs, der nicht zuletzt dafür sorgte, dass es in der DRSM noch spannender wird.

 

Mit reiner Weste kam nach 4 Läufen zur Deutschen Rennslalom-Meisterschaft niemand mehr nach Ahlhorn. Ein Zeichen dafür, wie hart umkämpft in diesem Jahr der Titel eines Deutschen Rennslalom-Meisters ist.

 

Tabellenführer nach Berlin war Ralph Noelle, der sich bis dahin im direkten Vergleich nur einmal dem Champion von 2006 und 2008, Reinhard Nuber, geschlagen geben musste. Auf Platz 3 André Jeuschede, der mit dem zweifachen Vizemeister Rainer Krug einen ebenso starken Gegner in der Klasse und Division hat. Zwischen den beiden schon der ersten Teilnehmer der Rekorddivision III in Eggenfelden und Dölln: Christian Allkofer, der Überraschungsmann auf dem Fiat Panda mit einem Divisionssieg und knapp dahinter Christian Laumann, der ohne Divisionssieg, aber mit konstanten Spitzenplatzierungen und vielen Zusatzpunkten immer weiter nach vorne strebt.

 

In der Division III hätten sich noch mehr Spitzenfahrer in Szene setzen können, doch Klaus Königsberg musste in Dölln verletzt zuschauen und auch Guido Keller, Sieger des ersten Laufs, musste Dölln ebenfalls in letzter Minute absagen. Der Honda CRX von Björn Dau, Sieger des zweiten Laufs in Eggenfelden, streikte samstags in Dölln und Alex Geier, Sieger eines Laufs in Dölln, hatte bei den ersten Läufen Probleme mit der Gemischaufbereitung.

 

Doch beginnen wir chronologisch. In der Division I hat der letztjährige DRSM-Fünfte Heinz Jabs mit seinem leistungsmäßig unterlegenen G6-Polo in diesem Jahr ein sehr schweren Stand gegen die schnellen G4-Fahrzeuge von Hans-Dieter Meckel und Claus Mahle und in Ahlhorn sollte es besonders schwer werden. Am Samstag wurde Heinz nur Achter in der Division und am Sonntag lief es nicht besser, ebenfalls nur Achter. Immerhin kann Jabs sich auf dem 11. Platz der DRSM behaupten. An der Spitze der Divisionswertung an beiden Tagen Hans-Dieter Meckel und er konnte sich damit auf Platz 2 der DRSM schieben. In Eggenfelden und Dölln hatte er sich noch je ein mal Claus Mahle geschlagen geben müssen, doch in Ahlhorn konnte Mahle nicht kontern, liegt aber an einem fünften und einem zweiten Platz weiterhin auf Rang 6 der DRSM-Tabelle.

 

Das Bruderduell in der Division II scheint kampflos zugunsten von Marco Clos aus dem niederbayrischen Vilsbiburg auszugehen. In Eggenfelden zwei Mal knapp von seinem Bruder Patrick geschlagen, konnte er in Dölln den Spieß umdrehen, auch weil Patrick im G3-BMW 318i nicht ganz an den 328i herankam. In Ahlhorn trat der Patrick nicht an und Marco konnte am Samstag überlegen die Division gewinnen. Am Sonntag kam er jedoch schon deutlich unter Druck von Hans Köhnle, der immer besser zurechtkommt und mit den beiden zweiten Plätzen in Ahlhorn bereits auf Platz 13 der Tabelle vorgerückt ist, Marco liegt mit nun vier Divisionssiegen bereits auf Platz 7 in der DRSM.

 

In der oben schon erwähnten Division III gab es einen weiteren Südbayern, der den weiten Weg nach Ahlhorn nicht auf sich nahm. Christian Allkofer vom oberpfälzischen AMC Deuerling rutschte damit von Platz 2 auf 18 in der Tabelle ab. In der Gluthitze des Samstags Klaus Königsberg 7/10s vor Alex Geier und der Peugeot-Fahrer gerade einmal 1/100 vor Christian Laumann auf dem Königsberg-BMW – so eng geht es in der F9 zu. Am Sonntag verspielen Laumann mit einem Pylonen- und Königsberg mit einem Fahrfehler den Sieg, den Geier mit der schnellsten Divisionszeit und einem Sicherheitslauf nach Hause bringt.

Christian Laumann rangiert weiterhin ohne Divisionssieg auf Platz 4 der DRSM-Tabelle, Alexander Geier jetzt auf Platz 16, Klaus Königsberg auf Platz 20. Vor ihnen liegen noch die Divisionskollegen Björn Dau auf Rang 12 und Jan Walther auf Rang 14 der Meisterschaft.

 

Am Samstag haderte Rainer Krug im Ziel mit einem unglaublichen Vorsprung seines Divisionskollegen André Jeuschede, beide auf BMW M3. Über sieben Sekunden bekam er eingeschenkt und musste auch noch den Mitsubishi Evo 10-Fahrer Lars Bröker knapp ziehen lassen. Welche fahrerische Glanzleistung Jeuschede vollbracht hatte, stand dann am Abend erst richtig fest – Gesamtsieg auch gegen die zahlreichen hochkarätigen H und FS-Boliden. Bröker und Krug konnten mit den Gesamträngen 6 und 7 zufrieden sein, Krug natürlich nicht mit der Punkteausbeute. Am Sonntag verbesserte sich Rainer Krug auf Platz 5 im Gesamt und konnte als einzig fehlerfreier Fahrer der Top 3 in der Division auch den Divisionssieg verbuchen. Platz 5 in der Tabelle ist jedoch nicht das, was der Vizemeister von 2008 und 2009 sich vor der Saison vorgestellt hatte. Jeuschede übernahm am Samstag die Tabellenführung und konnte sie mit dem zweiten Divisionsplatz am Sonntag behaupten.

 

Zweimaliger Divisionssieger in der Division 5 wurde Stefan Pietzka im VW Polo Coupe. Für Patrick Scholz, einziger eingeschriebener DRSM-Teilnehmer in dieser Division, reichte es am Samstag nach einem verkorksten ersten Lauf nur zu Platz 3. Und da die Division nicht voll war konnte er hier auch nur halbe Punkte sammeln.  Am Sonntag war dann die Division mit 6 Fahrern voll, da konnte der Mini aber die guten Zeiten vom Vortag nicht mehr mitgehen, Platz 5. Markus Eckhardt und Frank Lohmann vervollständigen das Podest hinter dem Sieger Pietzka.

 

Ein altbekannter Titelkandidat punktete in Ahlhorn zweimal voll: Reinhard Nuber, bereits je einmal RSC und DRSM-Champion, trieb den WTCC-BMW 320i an beiden Tagen fehlerfrei durch die Pylonen und schob sich in der Gesamtwertung auf Platz 8 (punktgleich mit Hartmut Müller) nach vorn. Werner Euringer, in Ahlhorn ohne Stammfahrer Hans-Martin Gass am Start, wurde Klassensieger in der H15 und holte damit Platz 2 in der Division, knapp vor dem mit einer Pylone behafteten Ralph Noelle. Die Plätze 4 und 5 gingen an Manuel Drescher und Dieter Schüller, während Arne Schiermeister mit Platz 6 das Potenzial seines ungewöhnlichen D-Kadett aufblitzen ließ.

  Am Sonntag holten Thorsten König und Ralph Noelle die Plätze 2 und 3 hinter Nuber, wobei Noelle den Divisionssieg durch 2 Pylonen im zweiten Wertungslauf  verlor. Platz 4 geht an Ralf Iwan vor Werner Euringer. Die Platzierungen der Division 6 Piloten in der Tabelle nach Ahlhorn:    

Ralph Noelle auf Platz 3, Reinhard Nuber auf 8 (mit einem Streichresultat) und Werner Euringer auf Platz 10. Des Weiteren findet sich Hans-Heinrich Ernst auf Platz 24, Hans Martin Gass auf 27 (bereits beide Streichresultate verbraucht) und Arne Schiermeister auf 40.

 

Im getrennt gewerteten FS-Cup holte sich Gerold Schneider am Sonnabend mit seinem Kadett den Divisionssieg, musste sich allerdings am Sonntag Dirk Schäfertöns geschlagen geben. In der Cupwertung liegt Schneider allerdings weiterhin unangefochten an der Spitze.

 

Fazit: trotz aller Widrigkeiten im Vorfeld und an den Renntagen gab es spannenden und fairen Motorsport in Ahlhorn zu sehen. Und: die zweite Saisonhälfte der DRSM bleibt spannend!

Die Rennen in Cochstedt stehen unmittelbar vor der Tür, bevor es Ende August zum Finale nach Bitburg geht!

 

  http://traueranzeigen.nwzonline.de/Traueranzeige/Wilfried-Fasting#menu=Kondolenzbuch

 

 Der Beweis: Pylone springen vor Autos:

http://www.acbramsche.de/slalom/slalom10/Fotos-Slalom-Ahlhorn-2010/original/DSC_2989.jpg

KH/JW


Nachbetrachtung

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